Direkt zum Hauptbereich

Danke!

Danke!
Also, ich höre dieses Wort gern. Es macht mein Herz warm, wenn jemand sich bei mir bedankt. Es motiviert mich, gleich noch jemandem etwas Gutes zu tun.
"Danke", das ist jeden Tag eins meiner ersten Worte nach dem Aufwachen, und eins der letzten, bevor ich einschlafe.
Ich richte es an Gott, weil ich ihm einfach total dankbar bin, dass er für uns sorgt.
Zu Beginn des Herbstes feiern die meisten Kirchen einen Erntedankgottesdienst. Der offizielle Termin dafür ist 2019 der 6. Oktober. Wir haben gestern schon gefeiert. Grund dafür ist das verlängerte Wochenende um den 3. Oktober und die Herbstferien in Berlin. Wir feiern den Erntedankgottesdienst immer gemeinsam mit der Kita "Volltreffer". Die Kinder führen ein kleines Theaterstück im Gottesdienst auf und bringen Gaben in selbstgebastelten Erntekörbchen. Es ist immer ein wuseliger, lebendiger Gottesdienst.
Am Morgen danach wartet Arbeit auf uns: zahlreiche Erntekörbchen voller Gemüse, das geschält, geschnippelt und eingefroren werden will. Später wird daraus Suppe für wöchentlich ca. 210 Mahlzeiten gekocht, die wir mithilfe unserer mobilen Suppenküche (Einsatzwagen) an bedürftige Personen verteilen.
In diesem Jahr hatte ich beim Gemüseschnippeln tatkräftige Hilfe von vier freundlichen Senioren, einem Teil unseres Gebetskreises. Drei Stunden lang schälten, schnitten und füllten wir Gemüse in große Eimer und schließlich in die Gefriertruhe.
Die Herausforderung der Woche: sowohl der Kovektomat, der uns beim Zubereiten der Mahlzeiten für die Bedürftigen hilfreich ist, als auch unser Aufzug, mit dem die vollen Suppen- und Kaffeethermen auf Autoebene transportiert werden, sind in der vergangenen Woche kaputt gegangen. Unsere Ehrenamtlichen sind zwar Meister im Improvisieren. Trotzdem hoffen wir, bald genügend Spenden gesammelt zu haben, um diese Missstände beseitigen zu können.
Denn die Arbeit der Heilsarmee basiert komplett auf Spenden. Es ist eben eine Herzenssache.
Danke! Dafür, dass du diesen Artikel gelesen hast. Danke an alle, die sich für Menschen in Not engagieren, sei es durch persönlichen Einsatz oder finanzielle Unterstützung.
Danke, dass dich gibt und unser Leben so spannend ist, weil Gott uns Menschen vielfältig und wunderbar gemacht hat.
Wir wünschen dir eine schöne Woche!

Der Inhalt der Erntekörbchen liegt zur Weiterverarbeitung bereit.


Eine meiner freundlichen Helferinnen, die Karotten und ich.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Fünf-Minuten-Mut

Wann hast du das letzte Mal auf einem Dreimeterbrett gestanden, nach unten ins Wasser geschaut, und dich nicht getraut, abzuspringen?

(20) Das hab ich noch nie gemacht, das schaffe ich ganz sicher!

Es ist Montag! Zeit für einen Rückblick auf die vergangenen sieben Tage. Ehrlich gesagt erscheint mir eine Woche zur Zeit jeweils wie ein Monat, so viel ist hinein gepackt. Für gewisse Anteile dieser Tage finde ich ein Zitat von Pippi Langstrumpf passend: "Das hab ich noch nie gemacht, das schaffe ich ganz sicher!" Ich kann nicht alles davon hier erzählen, da Pastoren eine ganze Menge Arbeit in der Rubrik "Schweigepflicht" erledigen. Übrigens eine Sache, die mir besonders am Herzen liegt. Es ist schön, für Menschen da sein zu dürfen, die sich mit Sorgen und Herausforderungen an uns wenden. In den vergangenen Jahren habe ich dabei gelernt, dass Kriminalromane sich auch im wahren Leben ereignen - zum Glück nicht immer mit tödlichem Ausgang, aber oft nicht minder dramatisch. Nehmen wir also die etwa 40% "Geheimarbeit" weg, dann bleiben immer noch 60% Offiziersalltag, von dem ich berichten kann. Stichworte für diese Woche: 1.) Vom Brötchen zur Suppe. ...

Corona und wir

Was macht eigentlich ein Heilsarmee-Offizier, wenn eine Pandemie ausbricht? Zunächst bemerkt er, dass sein Job nicht "systemrelevant" ist. Nichtsdestotrotz legt er aber nicht die Hände in den Schoß und wartet, dass die Plage vorüberzieht. Schließlich dient er nicht "dem System", sondern Gott und den Menschen - und die bleiben in jeder Krise relevant. Konkret bedeutet Covid19 für unsere Arbeit in Korps Berlin-Südwest: eine der schönsten Veranstaltungen des Jahres, der Ostergarten, musste abgesagt werden. Im ersten Moment sah es so aus, als lägen nun drei plötzlich leer gefegte Wochen vor uns, in denen wir uns Stille und Gebet widmen können (was, wohlbemerkt, ein großer Traum von uns ist, weil es wahrscheinlich sehr viel Gutes bewirken würde). Aber dann zeichneten sich ganz andere Dinge ab. 1.) Homeschooling. Wir haben fünf schulpflichtige Kinder von Klasse 10 bis Klasse 2, dazu noch ein Kitakind. Ich habe viele Jahre immer ein Baby oder Kleinkind bei der Ar...